Alternating in languages -> find it...
Zu Beginn nun also nochmal ein paar Eindrücke vom australischen Farmleben, das wir, ganz überraschend, noch miterleben durften. Im Bild seht ihr das Ehepaar (Astley und Carmel), welches uns beherbergt hat. An unserem letzten Nachmittag haben wir noch einen kleinen Spaziergang durch das Grundstück unternommen, davon gibt's auch ein paar Bilder.
As continued on the last post, we have stayed another two days with Carmel and Aspley. Here in front of there house. We walked along their property and took the pix you see below.
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| Marcus' Werk! |
This is the fence that Aspley and Marcus built together, consisting of 13 posts with gaps of about 7m in between. Having wholes in the post and pulling the wire through is supposedly a very Australian way of fencing (see fence post in the back of the picture).
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| autsch |
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| cock-a-doodle-doo |
Nach unserem Besuch auf dem Land hatten wir noch etwas Zeit zum Reisen, sodass wir uns entschieden, den schon lange geplanten
Fraser Island (Great Sandy National Park, die groesste Sandinsel der Welt) Trip durchzuführen. Eine Bekannte von Carmel fuhr am nächsten Tag Richtung Küste und nahm uns mit zum Highway. Von dort trampten wir (mal wieder mit einem Truckie) Richtung Hervey Bay, von wo aus am nächsten Tag die Fähre gehen sollte. Nachdem wir also noch ein paar rides gehitched hatten, uns im Visitor Information Centre eine Karte und Informationen besorgt hatten und uns im Aldi (juhu, endlich mal wieder Aldi) mit reichlich Verpflegung für die kommenden Tage (auf Fraser Island gibt es kaum was zu kaufen) versorgt hatten, versuchten wir, in die Stadt zu kommen. An der Tankstelle fragten wir nach einer Mitfahrgelegenheit. Die Frau, die uns letztendlich erst mit zu einer Freundin nahm, um dort ein paar Tiere zu füttern, wollte uns anschliessend in die Stadt bringen. Im Laufe der Fahrt kamen wir wie immer ins Gespräch und am Ende bat sie uns an, im Zimmer ihres Sohnes zu schlafen, statt im Garten eines Hostels ein Zelt aufzuschlagen. Am Abend kochten wir noch für sie und ihren anderen Sohn und am nächsten Morgen war sie noch so nett, uns zur Fähre zu bringen. Dort angekommen besorgten wir uns ein überteuertes Ticket und buchten per Telefon (sehr kompliziert) eine Campinggenehmigung für die Insel. Da man bei der Buchung jedoch angeben musste, wo genau man übernachtet (was wir noch nicht wussten), buchten wir erstmal eine Nacht und sollten dann versuchen, die anderen später zu buchen (im Endeffekt klappte das nicht, weil wir nirgends auf der Insel Empfang bekamen). Auf der Fähre suchten wir dann relativ vergebens ein Auto mit freien Plätzen. Auf Fraser Island dürfen nämlich nur Autos mit Vierradantrieb fahren. Da Campen wohl die beste Möglichkeit ist, auf der Insel zu übernachten (es gibt auch einige Resorts), sind die meisten Autos bis oben vollgepackt und haben meistens noch 2 Kinder drin. Wir hatten jedenfalls Glück und fanden Dingo Fraser, ein Typ, der Walks auf Fraser Island durchführt und Leute mit Karten versorgt, sie absetzt und abholt usw. Dieser brachte uns zum wegen Dingos eingezäunten Campingplatz (da Dingos in der Vergangenheit von Menschen gefüttert wurden und die Regierung die brumbies, wilde Pferde, von der Insel geholt haben, die früher als Futter für Dingos dienten, sagt man, dass sie nun sehr aggressiv sind; Erwachsene lassen sie meistens in Ruhe, Kinder wurden aber schon angegriffen). Von dort aus unternahmen wir eine 22km Wandertour durch verschiedenste Vegetationszonen zum Lake McKenzie und zurück. Fraser Island ist bekannt für seine sehr klaren Suesswasserseen.
After leaving the country side, we headed back out to the Bruce-Highway, to go south to a city called Hervey Bay. We hitchhiked another ride with a truckie for the longest part of the journey, stopped at the Visitor Information Centre, the Supermarket (to get enough groceries) and then went on for a place to stay. When we hitched our last ride that day, we stumbled upon a woman that eventually offered us to stay in his sons room, rather than having to go camping at an expensive campground. We cooked for all of us and she gave us a lift to the ferry in the morning. From there we went on to Fraser Island, which we would have missed, if we would have gone to Fiji. Anyway, on the barge we noticed the big problem for hitchhiking on the biggest sand island of the world: the majority of the cars are choc-a-block, an apparently Australian expression meaning, filled to the brim. Either the cars were organized tours, that were already filled up with passengers or the people were camping, having all their gear + all their kids with them. We did get lucky to find that one car though, that was literally only the driver and nothing else. He calls himself Fraser Dingo and organizes bushwalking tours on Fraser. So he took all of our stuff and us to the Central Station, a campground where we locked up what we didn't need for the day and left to walk 22km. We came by the quiet Basin Lake and the very beautiful Lake McKenzie, having pure white sand, that you can apparently clean your jewelry with. I (Marcus) went for a swim in both and we came back to the campsite through forests of giant
Satinay trees just before it got dark. Planning our trip for the next day, we needed a lift for the first 4km, cause we had already walked them, and had to carry all of our baggages for the first time! So we asked around the campsite and ended up spending most of the evening with a family of Kiwis, which gave us a lot of chocolate and beer (awesome), and also a lift on the next day. From where they dropped us, we were still looking at walking 7,9 km to our aim, the campsite of Lake Wabby, one of the really rare sand dune lakes in the world, and the deepest lake of Fraser (12m). After we achieved this tough one (we carried ca. 20kg) we went down to the lake and enjoyed this and every bite of our delicious food….
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| Fähre nach Fraser Island |
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| gruenes Wuschelgras am Rande des Wanderweges |
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| Basin Lake auf dem Weg zum Lake McKenzie |
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| und mal wieder ein Goana |
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| Lake McKenzie |
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| looking through the bottom of a split Satinay tree - huge! |
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| Satinay - fire- and termite resistant |
Am Abend (leider relativ spät, es war schon fast dunkel) angekommen wurde weitergeplant. Wir fragten rum, ob uns jemand ein Stück die Strasse hoch zum nächsten Walk bringen konnte, da wir vor hatten, mit unserem ganzen Gepäck (wir konnten leider nichts bei jemandem auf dem Festland lassen, wie wir es in Tasmanien gemacht haben) zum Lake Wabby zu laufen und den ersten Teil der Strecke schon gesehen hatten. Wir quatschten dann am Abend mit einer Familie aus Neuseeland, deren Sohn uns dann am nächsten Tag ein Stück fuhr, was uns ca. 4km ersparte. Der Weg mit dem ganzen Gepäck war schon ziemlich hart und wir mussten einige Pausen machen. Allerdings haben wir auch viel gesehen und kamen doch relativ zeitig an, um den Lake Wabby noch zu geniessen. Die Walkers Campsite war diesmal nicht eingezäunt, was mich (Rebekka) ein wenig beängstigte. Allerdings gab es wenigstens Boxen zum abschliessen, in die man das Essen packen konnte.

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| Lake Wabby, an drei Seiten von Bäumen und an einer Seite von Sanddünen umgrenzt |
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| hihihi |
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| nicht von uns gebaut, nur fotografiert :) |
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| Sandengel |
Am naechsten Tag ging es also wieder los, vollgepackt mit schweren Sachen, Richtung Ostküste der Insel. Diesmal zum Glueck nur 4km (und nur ein kurzer Abschnitt davon ging über die Dünen). Unser Plan war es nämlich, an diesem Tag zur Südspitze der Insel zu gelangen, um von dort die für Walker kostenlose Fähre nach Rainbow Beach zu nehmen.
The next day, we packed our stuff and walked past Lake Wabby out to the beach front (only 4km with the packs this day). The beach basically stretches from north to south, acting the main travel way. Knowing it would be hard to hitchhike there, we still tried and ended up waiting most of the day, which wasn't fun anymore, when the weather turned from sun to pouring rain. On the other hand, were we standing in the rain, the cause, for a guy that saw us from his accommodation, to feel sorry, so he gave us a lift to where we wanted: to the southern end of the island. In perfect timing, the barge was just arriving, but we had to walk around a corner to where it landed. And because we didn't see any other dingoes on the whole island yet, even though, there are warning signs, about them EVERYWHERE, he was interested in us, but didn't do anything.
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| hier ein kleiner Einblick in die vielen verschieden Baumarten, denen man so über den Weg läuft |
Wieder einmal durch die vollgepackten Autos, die vielen Bus- und 4WD-Touren, die Aus Versicherungsgründen niemanden mitnehmen können und/oder voll waren, und leider auch noch das schlechte Wetter benachteiligt, verbrachten wir den Grossteil des Tages mit Warten. Ausserdem hatten wir nicht einberechnet, dass es ab Mittag rum an der Ostküste high Tide (Flut) gab, sodass fast niemand zur Fähre fuhr. Waehrend eines starken Regengusses hatte jedoch ein netter Herr Mitleid mit uns und bot uns an, uns über die Inlandsstrasse zur Fähre zu fahren.
Dort angekommen erwartete uns auch noch ein Dingo, der jedoch harmlos war. Er hat uns nur interessiert angeschaut und ich-Rebekka- habe die Essenstasche versteckt :)
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| Wer entdeckt den Dingo im Bild? |
Auf der Fähre bot uns dann eine französische Familie an, unser Gepäck zum Campingplatz zu fahren und wir hängten uns draussen ans Auto ran, was echt cool war.

Nach kurzer Überlegung entschieden wir uns aber blöderweise, einen weiteren ride raus zum Ort (Rainbow Beach) zu nehmen, da wir auch dort auf eine Campingmöglichkeit hofften und am Morgen zeitig starten wollten. Leider gab es nichts Richtiges, sodass wir im Endeffekt unser Zelt im Garten eines Hostels aufschlugen. Das war teurer als geplant, allerdings konnten wir Wäsche waschen, es gab Internet und Frühstück, wenn man das so nennen kann :) Am nächsten Morgen ging es dann wieder per Anhalter weiter. Da es Sonntag war, hatten wir noch 4 Tage Zeit, bis unser Flieger gehen sollte. Deshalb entschieden wir uns noch für einen sehr bekannten Nationalpark südwestlich von Brisbane (Springbrook Nationalpark). Dort angekommen lernten wir ein Paeaerchen kennen, die auch dort zelteten (für sie das erste Mal) und mit denen wir die Abende ein wenig verbrachten. Es war viel Regen angekündigt. Wie man auf dem nächsten Bild sehen kann, gab's Montag Morgen noch ein paar Schönwetterwolken, die sich über den Tag hinweg leider verdichten sollten. Glücklicherweise (und für uns schon an Luxus grenzend) gab es einen überdachten BBQ (sogar mit Licht!), an dem wir viel Zeit verbrachten. Diese BBQ's gibt's übrigens in sehr vielen Parkanlagen und Campingplätzen und sind entweder kostenlos oder man wirft eine Münze rein. Sehr praktisch für´s Reisen, da kann man sich auch mal ne warme Mahlzeit gönnen.
On the short ride on the barge, we asked around to get a lift, but everybody was packed again, so that one french family offered us to take our luggage to the campsite. We ended up hanging on to the side of their car, which was fun! (see above).
After getting there, we decided to go to Rainbow Beach, a little town, as a good starting point for hitching on the next day. Unfortunately the only camping they had, was in a hostel - quite expensive, we got to do laundry, had internet and a really crappy breakfast included, though.
Next day, we started off quite early and hitched really successful from Rainbow to world heritage listed Springbrook National Park through Brisbane! Similar to Eungella NP it was elevated, ancient rain forests, with some cool wildlife if one is lucky.
Im Springbrook Nationalpark gibt es einige Wasserfälle, schöne Walks durch Regenwälder (mehrere davon leider gesperrt) und Aussichtspunkte (zu einem nahm uns das Paeaerchen mit, da es etwas weit zu erlaufen gewesen wäre). Wir unternahmen am Montag dann vormittags einen Walk zu einem Wasserfall nahe des Campingplatzes.
We got to know another couple there, and we spend some time together there. In the morning we went to see some beautiful waterfalls, lookouts and did some great bushwalking. Even the heavy rain couldn't stop us from descending into the amazing rain forest, and we really enjoyed our time! We even got to see two animals, we hadn't ever seen in the wild before: a
Pademelon and a
Blue Crayfish. Since it was raining and we were wet anyway, the couple and me (Marcus) ended up going swimming in and showering under that great waterfall in the picture above (see lake on the bottom).
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| 'Best-of-all-lookout' |
Der Regen hielt uns am Nachmittag auch nicht davon ab, in den Regenwald hinabzusteigen, wo wir unter anderem hinter einem Wasserfall durchliefen.
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ein einem Wallaby oder Kaengeru sehr ähnliches Tier namens
Pademelon, welches im Springbrook NP vorgefunden werden kann |
Am Dienstag nahm uns das Paeaerchen dann mit zum Highway, von wo aus es wieder rein nach Brisbane ging. Dort angekommen verbrachten wir den Tag mit Organisatorischem. Unter anderem konnte Marcus endlich seine lang ersehnte Travelergitarre abholen und sie auch schon benutzen, um uns einen Schlafplatz in einer Studenten-WG zu besorgen.

We made our way back to Brissie on Tuesday and got to organize a lot of necessary stuff. I got to get my guitar finally, and we organized a place to sleep with it, as we've done it in Townsville - when busking in front of the supermarket, we put up a sign: "Can we pitch our tent in you backyard tonight?" It took 5 minutes until Li-Za showed up, offering us her place, even though she had to work (at the supermarket I played at). So we walked there, experiencing one last great sunset in Australia (see below) and showed up at her house. At that time Rebekka was on the phone, so I walked into their house with my big backpack as a complete stranger, sayin: "How is it goin..." After a really funny and awkward moment for them, I told them that we got to know their roommate, and they relaxed, and were really friendly - the first thing before even sitting down, I was offered a beer! Great Aussies!
Had a good time there, was more like a party with them being all our age or little younger. Next day they gave us a lift into town, organized last things, went to a last ozzie Couchsurfing Host and took the plane to Fiji. When arriving there we were welcomed by a nice local band, feeling slightly sad, not to get to know more than the airport. ....
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| Brisbane (auf dem Weg zur WG) |
Die letzte Nacht verbrachten wir dann noch bei einem Couchsurfing host, der zum Glück einen Tip hatte, wie wir einigermassen günstig zum Flughafen kommen. Am Donnerstag ging es dann früh zum Flughafen. Es folgte ein 3,3h Flug nach Nadi (Fiji), 5h Aufenthalt und ein 9,5h Flug nach L.A. Pacific Airways hat das mit dem vegetarischen Essen noch nicht so raus, aber sonst ist alles gut gegangen. Der Jet-lag wird langsam verarbeitet, immerhin sind wir nun wieder in der Vergangenheit (ihr in Deutschland seid 9h voraus). Wir sind also gut in Los Angeles angekommen und haben trotz langer Planung und vieler Anfragen erst in letzter Minute einen sehr netten CS host in Silver Lake gefunden, bei dem wir jetzt bis Sonntag bleiben, bis meine (Rebekkas) Eltern uns besuchen kommen. Bis dahin werden wir noch einiges organisieren und vielleicht die Stadt auf die Spuren Jim Morrisons und der Doors durchsuchen.
Reflexion Australien?
Im Allgemeinen kann man sagen, dass wir in Australien eine sehr gute Zeit hatten. Obwohl wir ca. die Hälfte unseres Aufenthaltes mit einigermassen harter Arbeit verbrachten, haben wir sehr viele schöne Dinge und einige Abenteuer durchlebt und haben viele nette Menschen kennengelernt, die oft sehr freundlich und hilfsbereit waren. Das trampen hat wirklich gut funktioniert und obwohl das sparsame Reisen, was v.a. in Australien notwendig ist (ein klarer Nachteil Australiens sind die hohen Kosten), manchmal ziemlich nervig war, war es uns dadurch möglich, die Kultur vermutlich besser kennenzulernen. Da wir durch das Trampen, Couchsurfen und Übernachten bei Leuten, die wir gerade erst kennengelernt hatten, viel Zeit mit den Einheimischen verbrachten, konnten wir unser Englisch wahrscheinlich eher verbessern, als wenn man in Hostels mit anderen Nicht-Muttersprachlern rumhängt und mit dem Greyhoundbus durchs Land fährt. Die für uns schönsten Momente waren wahrscheinlich diejenigen, die mit der australischen Natur und Wildnis, einschliesslich den Tieren, zusammenhängen (bis zum letzten Tag haben wir übrigens keine einzige Schlange in der Wildnis gesehen, obwohl wir viel Zeit mit Bushwalking in verschiedensten Vegetationszonen verbracht haben; nun sind wir ja raus aus der Gefahrenzone :) ). Somit hat uns das viele Wandern und auch das Campen an abgelegenen Plätzen viel Freude bereitet. Möglich ist dies unter anderem durch die vielen Nationalparks, die Australien beherbergt, was ein deutliches Plus ist. Auffällig ist ausserdem, wie wenig Gedanken sich Australier über Kriminalität machen (müssen), was einem ein sehr sicheres Gefühl gibt. Bequem ist es als Fußgänger an einer roten Ampel zu stehen. Man kann sich mit Wichtigerem beschäftigen, als auf die gegenüberliegende Seite zu starren und zu warten bis es grün, oder wie hier in Amerika - weiß wird, denn man wird akustisch von dem Ende des Wartens benachrichtigt, sehr futuristisch! Tolle Lichtschalter und gute Idee, alle Steckdosen direkt an der Wand an- und ausschalten zu können. Wird leider nur viel zu wenig genutzt.