Gute Neuigkeiten: Unser Plan wird endlich Wirklichkeit. Rebekka arbeitet seit 3 Naechten bei SPC. SPC steht fuer Shepparton Preserving Company und ist eine Riesenfabrik, die Obst verarbeitet. Ein Grossteil sind Aludosen, aber auch viel plastikverpacktes Kompott oder Snackobst wird dort hergestellt.
Wir hatten nun schon seit Anfang Dezember versucht, einen Job dort zu bekommen, da ein guter Freund, der dort vor 2 Jahren arbeitete, den Tipp gegeben hat (Danke Jakob). Als wir hier in Shepparton ankamen und das erste Mal im Buero der Personalverwalterin Gayle waren, haben wir ganz aufgeregt den Termin fuer die Einarbeitungsveranstaltung erhalten. Wir dachten also wir waeren so gut wie drin. Wie sich aber herausgestellt hat, stellen SPC immer erst die ein, die schon dort gearbeitet haben, und das sind ziemlich viele! Also mussten wir warten, wir sind immer und immer wieder zu Gayle gegangen und haben immer die gleiche Antwort bekommen: das Obst ist noch nicht da, sie koennen nichts sagen, sie stellen immer noch die “Alten” ein, sie bekommen am gleichen Tag Bescheid, wenn sie einen brauchen. Als wir dann letzte Woche da waren, hat Gayle noch zusaetlich erklaert, dass es noch “einige Wochen” dauern kann. Dies hat unseren Glauben, dass wir ueberhaupt noch reinkommen, fast vollstaendig zerstoert. Aber da wir hartnaeckig sind, sind wir nach den gewohnten paar Tagen wieder hin. Und erstmals hat Gayle auch gefragt wie lange wir noch in Shepp waeren, und ob wir auch nachts machen. Und so war es dann so weit, dass sie kurz nach unserem Besuch Rebekka angerufen hat, die dann zum Buero und danach zu einem Laden eilen musste, um den Gutschein fuer ihre Arbeitsschuhe einzuloesen. Es fragt sich jetzt also nur, ob ich auch noch die Chance bekommen werde.
Rebekka ist bei SPC jetzt in der Qualitaetskontrolle als “Raque 1 Girl” beschaeftigt und schiebt fleissig Nachtschichten. Die saisonalen Arbeitskraefte bleiben in einer Schicht, sobald sie angefangen haben. Nun ueberlegen wir, wie lange wir noch in Shepp bleiben, da Matt und Anna (und somit auch wir) am 3. Februar ausziehen muessen. Der Gedanke an den Zeltplatz laesst zu wuenschen uebrig, da man bei um die 35 Grad wohl nach der Nachtschicht (geht von 11am bis 7am) kaum gut schlafen kann.
Ich wiederum habe zur Musik zurueckgefunden. Ueber unseren Host Matt hatten wir die Moeglichkeit eine Gitarre geliehen zu bekommen. Mit dieser haben Rebekka und ich ein kleines Programm an Songs erarbeitet, die wir dann am 13.1, mal wieder ein Tag ohne Arbeit, erstmalig in der Stadt als Strassenmusiker aufgefuehrt haben. Das ganze nennt sich hier “busking”, interessant, dass es das im Deutschen nicht in einem Wort gibt. Da das Geld nicht schlecht war, sind wir zunaechst zusammen und nun, da Rebekka arbeitet, ich auch alleine, mit meinem Father And Son Programm, jeden Tag auf der Strasse gewesen. Es macht viel Spass, da ich neben einem Spielplatz in der Fussgaengerzone spiele, habe ich oft ein kleines Kinderpublikum, alle mit offenen Muendern
Ausserdem habe ich vorgestern das Angebot gekriegt, hier wochenends abends in einer Bar zu busken (also nicht auf Lohn, sondern auf Hutbasis). Dies hab ich nun gestern auch gemacht und obwohl nicht viele Leute in der erst neu eroeffneten Bar waren, habe ich genauso viel verdient wie in der Strasse, nur plus freie Getraenke und einer echten Buehne und stationaerem Publikum.
Seit ein paar Tagen teilen wir unsere Zweischlafzimmerwohnung auch wieder. Mit Melissa und Beranger, zwei franzoesischen “Backpackern”, die die gleiche Idee hatten wie wir, den Matt nach der freien Couch zu fragen. Somit ist es jetzt vorbei mit der trauten Zweisamkeit, da sie auch solange bleiben werden bis wir alle hier ausziehen. Vorteilhaft fuer mich ist, dass wir, wenn wir denn mal nen Job haetten, zusammen fahren koennten, da sie mit Campervan angereist sind.
Alles in allem geniessen wir aber die Zeit sehr, wir sind gesund und munter, und freuen uns darueber, dass Rebekka uebers Wochenende frei hat und wir vielleicht ne Radtour machen.
Nun gibt es wieder ein paar Bilder: vom Campingausflug anlaesslich Matts Geburtstag mit Lagerfeuer (unten), Knueppelteig (die Australier waren ganz begeistert und innovativ und haben ihn mit Nutella probiert) und einem wunderschoenen Koala auf dem Baum direkt ueber uns. Zusaetzlich noch ein paar Bilder von den letzten Arbeitsplaetzen, die Tomaten waren mit Abstand das Schlimmste. Alles andere ist ein wenig durcheinander.
| viele viele Bins |
| links Pfirsiche, rechts Nektarinen |
| Aprikosen vs. Pfirsiche |
| totgespielt |
| Rebbi an der GreatOceanRoad |
| Eukalyptus heisst hier Gum Tree |
| vor dem Pfluecken |
| welche ist die richtige Farbe??? |
| wir haben uns mit Indern zusammengetan |
| laecherliche 60$ wert! |
| nach dem Pfluecken |
| Host Anna |
| Host Matt |
| alle lieben Knueppelteig, auch wenns keiner aussprechen kann |
| Rebbi und David |
| Kartoffeln und der groesste "Schnuffelpuff" (Knueppelteig) der Welt |
| sehr vollgepackt |
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