Montag, 16. Juli 2012

Restreise

Da wir für unseren nächsten Skydivetermin fast eine ganze Woche warten mussten und Marcus' Gastschwester Monique 2 Tage nicht arbeiten musste entschieden wir, zusammen nach Galveston, TX, zu fahren. Dies befindet sich südlich von Houston. Da es in Galveston kaum Campingmöglichkeiten hab, wurde auf einen Ort 1h südlich ausgewichen. Dort war es sehr schön und der Strand nicht so voll.  Die Fahrt dorthin dauerte ca. 5h. Kenji, Moniques Hund, hatten wir auch mit. Auf dem Weg wurde jeder richtig angeschlabbert. Ausserdem wurden wir leider die ganze Nacht von Mücken zerstochen. Spät abends entschied Gwen sich auch noch, hinterherzukommen. Sie hat auch einen winzigen Hund und die beiden machten Gwen und Monique über Nacht wohl das Leben schwer, sodass diese kaum Schlaf bekamen.

Since we rescheduled our skydive, we used the week to go to the gulf coast with my sister Faye and her dog Kenji. He really is a wild one, and since it was his first road trip since he is a fully sized husky, we ended up with a lot of saliva all over us, trying to make him stay in the trunk. A picture with the four of us:


Moni, Kenji, Marcus, Rebekka



At night Gwen also joined us, including her tiny dog Sheldon. The next day, we went through the town of Galveston, to see some cool sculptures that were made from dead trees, because the saltwater from a flooding of the island had destroyed a lot of them. We also went to hang out on the beach until we all got pretty tired so we headed back to Fort Worth. On the way we stopped in Houston, just to climb the worlds highest bank building, the Chase Tower, with a spectacular view from the 60th floor.


Am nächsten Tag fuhren wir jedenfalls nach Galveston. Da dies von einer Flutwelle vor ein paar Jahren schwer getroffen wurden, wurden einige Bäume vom Salzwasser irreparabel geschädigt. Künstler der Stadt wurden dazu aufgefordert, diese in Skulpturen zu verwandeln. Dann ging es noch an den Strand in Galveston und auf dem Rückweg machten wir noch kurz Stop in Houston, um auf das höchste Bankgebäude der Welt zu steigen. Hier seht ihr die Aussicht von da oben:






Am Samstag war es dann endlich soweit und wir hatten unseren Fallschirmsprung Termin. Halb 2 waren wir bestellt und um 6 konnten wir nach ewigem Warten endlich springen. Unsere Tandempartner waren sehr nett, der kleine Flugzeugtrip ziemlich verrückt. Wir flogen ziemlich dicht an die vor uns springenden ran, sodass wir diese springen und fliegen sehen konnten. Ausserdem zeigte mein Tandempartner mir, wie wir im freien Fall zusammen Drehungen machen können und ich durfte den Fallschirm auch lenken. Marcus genoss die verrückten Überschläge und tanzte im Fallschirm die meiste Zeit in der Luft :) 
Die nächsten Tage wurde noch die Weiterfahrt geplant und Zeit mit Freunden verbracht. 


Finally we were able to do our skydive after we waited a week for a suitable and not so windy day and 4½ hours after the scheduled time with those two blokes, being our tandem partners. The pilot of the really small Cessna pointed out the plane in front of us, so we were able to see the other guys jump out, just before we did it. A truly amazing feeling, even though the plane ride was kinda rough, especially after watching »Cast Away« the night before :) Btw you can check out the video of our jump on our Facebook page (facebook.com/NurEineErde).





Rebekka is practicing the poi moves Mike taught her

The last days in Fort Worth we spent hanging out with friends and organizing our further travels, because our time was running out, so we changed ways of transport: from hitchhiking to mostly busses and ride-shares. Rebekka practiced her Poi-skills with Mike as a fabulous teacher. 



Die lange Planer- und Warterei sollte sich lohnen. Wir suchten nämlich schon seit einer ganzen Weile nach einer Alternative zum Trampen, da es in den USA so schleppend voranging und die Zeit sehr drängte. Mitfahrgelegenheiten waren in unsere Richtung nicht angeboten. Es sollte jedoch ein neuer Bus eingeführt werden (Megabus), der an der Ostküste schon sehr verbreitet ist und sich nun langsam ins Landesinnere voranschiebt. Somit nahmen wir einen der ersten Busse dieser Strecke und da er so neu war, gab es die Tickets zum Schnäppchenpreis. Marcus und ich reisten also für insgesamt 4,50$ von DFW nach New Orleans! Einen Zwischenstop in Houston verbrachten wir in einem Bluesmuseum. In New Orleans hatten wir glücklicherweise einen Couchsurfinghost gefunden, das erste Mal (warum nur?) ein Mädel. Sie holte uns mitten in der Nacht ab und am nächsten Tag fuhren wir zusammen in die Sümpfe Louisianas, wo es eine Menge Tiere und Pflanzen zu bestaunen gab. Leider versteckten sich die Alligatoren an diesem Tag vor uns, Marcus erspähte nur die Hälfte eines Ausreißenden.


We took two incredibly cheap buses from Dallas to Houston and from Houston to New Orleans, where we stayed with Katie, our first female Couch-surfing Host. We all went to see the swamps and wetlands surrounding New Orleans, where we admired all kinds of creatures on our first day and explored the city and nightlife the next, obviously with an emphasis on Jazz.



Grrrrrrrrrrrrille




Am nächsten Tag schauten wir uns dann New Orleans an, dabei unter anderem die älteste katholische Kirche Amerikas, die Frenchman und Bourbon Street und unternahmen eine Fahrt mit der Fähre, die uns eine nette Aussicht boten.




Abends ging es dann in der Stadt des Jazz zusammen mit 2 weiteren Couchsurfern und der Gastgeberin zu einem Jazzkonzert (sowie sich das gehört), bei dem auch ein Fernsehsender da war, der anscheinend einen Künstler dazu beauftragt hatte, während des Konzertes ein Bild zu malen.

Von New Orleans aus hatten wir dann ausnahmsweise mal Glück mit der Mitfahrgelegenheit und fanden einen Franzosen, der von New Orleans nach Pittsburgh fuhr, was rund 1100 Meilen sind. Mit ihm machten wir dann aus, uns zusammen einen Couchsurfinghost in Nashville, Tennesse, zu suchen, bei dem wir nach einem Tag Fahrt blieben. Am nächsten Tag guckten wir uns, zusammen mit dem Franzosen, Nashville an. Die Stadt der Countrymusik bot uns einen Nachbau des Pantheon von Athen, ein Countrymuseum (hier blieb nur Zeit und Geld für den Museumsshop), einen Bummel durch die Stadt (siehe sog. Batmantower) und abends eine Karaokebar.

Leaving Louisiana we were fortunate with ride-sharing for the first time outside of Europe. The driver was from Paris, which makes it a direct export, Americans seem to not get the idea. Anyway he was going to Pittsburgh, Pennsylvania, and we agreed on looking for a couch in Nashville, Tennessee, together. We stayed with Daniel there, who was also a really nice host! We decided to spend two nights in Nashville to have a day to see and get to know the city a bit. Accompanied by Samuel, the french driver, we explored the Athen-sized Pantheon replica, the country music hall of fame, strolled through downtown and saw some awesome live music at night.



the so-called Batman-tower in Nashville


funny huh.
really old printing store in Nashville


Am nächsten Morgen ging es dann weiter bis nach Pittsburgh. Auch dort hatten wir wieder Glück mit Couchsurfing. Wir erkundeten die Stadt ein wenig und trafen uns später mit unserer Gastgeberin im Strip District (sehr europäisches Viertel mit vielen kleinen Geschäften, v.a. für Lebensmittel) . Abends wurde mit ihren Freunden gekocht und am nächsten Morgen gingen wir noch alle zusammen in die sog. Phipps Conservatory and Botanical Gardens, wo es Blumen und Schmetterlinge zu bestaunen und fotografieren gab.

After another full day of driving we got to Pittsburgh, where we surfed with Lindsay, who was the first bicyclist in the US we got to know. Again we took the time to roam through the most remarkable places, which include the confluence of the rivers, the Strip District, which is an european style market area, and the Botanical Gardens.


a friend of our host in Pittsburgh made a base jump
with a parachute from the top of this building!





inside the Library Of Congress
Ein weiterer relativ günstiger Bus sollte uns nach Washington D.C. bringen, da die Zeit zu rennen begann. Dort zogen wir einen Tag lang ein wohl recht typisches Touristenprogramm durch und besichtigten die wichtigsten Monumente und Gebäude. In der größten Bibliothek der Welt (Library of Congress) nahmen wir an einer Führung teil und konnten im Capitol den Senat und das Repräsentantenhaus besichtigen, obwohl es eigentlich für Besucher gesperrt war. In DC übernachteten wir übrigens bei einem indischen Host, der uns den "taste of India" mal wieder näher brachte. Sehr schöne Erfahrung und das Essen war auch nicht zu scharf :)

We caught a bus from Pittsburgh, arriving in Washington DC in the evening. The following day we spent downtown doing a sights tour through the main attractions in Washington. What really amazed us was that almost all the Museums in DC are free. And since they are, of course, world class museums, DC is a great place to come back to. We've enjoyed a great free tour through the world's biggest library, the Library Of Congress, before we got the chance to go inside the Capitol. That day we were really lucky to get in, because there was a big ceremony going on and only tourists with overseas ID's would be allowed to enter. 



closed after an earthquake





Taking a bus to New York ended the phase of spending only one day per town, since we stayed there longer.

Some sights we saw there were: Flatiron Building, High-Line, Central Park, Pizza, Wall Street, Brooklyn Bridge, Times Square. The day we came, we saw the last Football game before the final of the European Championship. Unfortunately that was also the game that Germany lost. Our friend Philipp, from Lightswitch [:)] gave us a chance to stay with him in the Bronx, which made it quite relaxed; finding a couch would have been really hard.

Ein letzter Bus brachte uns anschliessend nach NYC, wo wir schon vorher mit einem Freund aus Leipzig (er wohnte vor Marcus in der Augustenstraße) ausgemacht hatten, dass wir bei ihm bleiben können. Philipp arbeitet gerade in der psychologischen Forschung in einem netten Teil der Bronx und konnte uns freundlicherweise beherbergen. Eine Couch in NYC zu finden erschien uns ohnehin als hoffnungslos. So konnten wir von dort aus diese schier riesige Stadt erkunden. Natürlich konnten wir nicht einmal in Ansätzen erfassen, was New York zu bieten hat. Ein paar Einblicke bekommt ihr jedoch hoffentlich auf den folgenden Bildern:

secret message


rolling loungers


Central Park


...

for Eben and Mike: one slice of NY pizza!

Wall Street


Aaaaaaaaaaaaaahh!

For one day I also carried my guitar around the city that has the greatest variety of buskers we've seen anywhere, and the spot that I decided to play was Brooklyn Bridge Park. With a beautiful view of the Manhattan Skyline and some nice weather, there were heaps of wedding parties around to shoot pictures and film. So as I was sitting there on the balustrades the photographer of one party wanted to shoot some pix with the Brooklyn Bridge in the background, which was right behind me. And since I was already there, they just integrated me into the picture, and for one shot they even all looked at me, which was really funny of course. As expected, I got payed for that :P (see picture and find me).


Marcus made their day :)


on Brooklyn Bridge



taking a huge bite of the big apple

Times Square


Kurz vor unserem Abflug ging es dann noch nach Lenox, Massachusetts. Das ist in den Berkshires und gilt als Urlaubsgebiet für wohlhabende Großstädter aus NYC oder Boston. Hin kamen wir mit dem Zug und den Rest der Strecke (da bis Lenox keine öffentlichen Verkehrsmittel fahren) nahm uns eine Frau mit, die uns bei Couchsurfing eine Couch angeboten hatte und ihre Freundin vom Zug abholte. Wir hatten jedoch schon einen anderen Host in der Nähe von Lenox gefunden, in einer kleinen Stadt namens Pittsfield. David, der selbst Musiker war und sogar schon einmal mit James Taylor gespielt hatte, fuhr uns zum Glück zum Konzert und holte uns auch ab, da dort alles sehr ländlich ist. Wie wir im Laufe des Tages erfuhren, kommt James Taylor selbst aus Lenox und somit zählen die Konzerte dort immer zu den besten. Die Venue, in der das Konzert stattfand, ist  eine Openair Bühne namens Tanglewood. Dort finden jährlich im Sommer eine Menge Konzerte statt. Die Bühne selbst ist überdacht und hat ein paar kostspielige Sitzplätze direkt vor der Bühne. Der Rest sitzt draussen auf dem Rasen auf einer Decke oder mitgebrachten Stühlen und macht Picknick (einzigartig: mit eigenem Alkohol). Ein Nachteil war, dass James an diesem Abend ein paar Lieder zusammen mit der gerade recht populären Taylor Swift spielte, sodass bei ihrem Auftreten die kreischenden Teenager uns die Sicht versperrten. Glücklicherweise hielt das nur für ein paar Lieder an und am Ende forderte James sogar auf, vor die Bühne zu kommen und zu tanzen, sodass der abgesperrte Bereich ein Schlupfloch hatte und wir dies natürlich ausnutzten.

Die letzten Lieder waren wir also nochmal nahe an der Bühne und überraschenderweise gabs dann auch noch eine kleine Autogrammstunde am Rande der Bühne, bei der ich mir meine Eintrittskarte unterschreiben ließ und Marcus James' Hand schüttelte. Vor Beginn des Konzertes fragten wir übriges rum, ob am nächsten Morgen jemand nach NYC fahren würde. Auch liefen wir mit einem hochgehaltenen Schild durch die Menge, was viel Aufmerksamkeit auf sich zog.  Leider war dem nicht der Fall, ein netter Mann in unserer Nähe bot uns aber an, uns ein Stück in die richtige Richtung mitzunehmen, sodass wir von dort aus den Zug für die restliche Strecke nehmen konnten. Seine Frau schien nicht begeistert, am nächsten Tag kreuzten sie aber am Treffpunkt auf und wir hatten eine nette Unterhaltung auf der Fahrt. Ausserdem bekam Marcus am Ende noch ein Taschengeld in die Hand gedrückt!

Since Rebekka wanted to see James Taylor for a very long time already, and he was announcing a gig kinda close to NY just before we had our flight to Iceland, we decided to get tickets (that was back in February). So we tried to make our way up to the Tanglewood in Lenox, Massachusetts, the home of James Taylor and his family. It turns out, they don't  really have public transportation up there. But through sending a lot of couch requests again, we got lucky, cause when we asked all the possible hosts how to get there, a lady offered to get us the last bit, since she was picking up a friend from a NY train anyway. We stayed with a really cool bloke named Dave in Pittsfield close to Lenox, who was so kind to give us a lift to and from the concert. What was really cool is that, since he was a guitarist himself, he had played with James before. The two interesting things about the venue were that you could bring your own alcohol and food for a nice picnic on the lawn, and that the lawn would go downhill, as in the opposite of an Amphitheater, so from the 4th row one couldn't see. It was a great concert and after dancing the last songs right in front of the stage, Rebekka even got James' autograph. Our way back to NY from the concert, we hitchhiked once again successfully.



view from Mt. Greylock
 Achja und vor unserer Abreise nahm uns unser Host noch mit auf den Mount Greylock (irgendwie mit dem Fichtelberg vergleichbar), wo wir eine schöne Aussicht hatten. Zurück in NYC verbrachten wir den 4. Juli nach Kauf eines Laptops noch in der Stadt, zum Teil zusammen mit Philipp, und waren, pünktlich zum Feuerwerk, am Hudson River.


Rockefeller Center

We were lucky to be leaving NY on the 5th, since that way we got to see the big fireworks on July 4th. We had a spot with a really great view of the 4 boats shooting simultaneously and awesomely synchronized from the Hudson River.


4th of July. Crowd at the Hudson river.

Kaboom!





Island / Iceland


With this incredible finish, we left the US to go see a totally different picture: Iceland.
After spending the first night in the airport (we arrived at night) it took us only 8 Minutes to catch our first ride, hitchhiking of course, into the capital: Reykjavik. A really nice little Capital city, with the Hallgrímskirkja being the most significant building. I actually made some money in front of it while Rebekka got groceries. We saw the botanical gardens and some really cool Public Baths (Outdoor, Air Temp. 14°C, Main Swimming Pool ≈25°C, Hot Tubs: 38°, 40°, 42° and 44°C!!!) and through Couch-surfing we got to know some nice people from Romania, England and of course Iceland. With a whole bunch of them we went to a free outdoor concert in the Park: ›Of Monsters And Men‹. Since I wasn't particularly interested in the music, I shot many random people, see for yourself.


Da unser Flieger in Island leider um Mitternacht rum ankam und wir sowieso noch keine Couch gefunden hatten, beschlossen wir, die Nacht im Flughafen zu verbringen. Oder zumindest den Versuch dazu zu starten. Leider stellte sich dieses Vorhaben als nicht ganz einfach heraus, da wir des Öfteren vom Flugzeugpersonal geweckt wurden, den Platz zu wechseln und/ oder uns aufzusetzen. Ausserdem war es kalt und unbequem. Demzufolge haben wir kaum geschlafen (1-3h), sind dann aber am nächsten Morgen in die Stadt gefahren (der erste Trampversuch war ein Erfolg) und haben den Vormittag in einem Café verbracht. Anschliessend gings auf die Hallgrímskirkja, das architektonische Wahrzeichen von Reykjavik. Da kann man auch hoch fahren und hat einen guten Ausblick über Reykjavik.
Hallgrímskirkja



Am Abend gings noch in ein Schwimmbad mit hot tubs. Da ein Host von Couchsurfing eine sehr unklare Ansage gemacht hatte, ob wir bei ihm übernachten können oder nicht, zögerten wir das Aufstellen des Zeltes auf dem Campingplatz bis zum Abend hinaus. Der besagte Host wollte uns nach dem Bad treffen. Zu diesem Zeitpunkt war immer noch nicht klar, ob wir bei ihm übernachten können. Wir gingen also extra eher aus dem Bad raus und trafen uns mit ihm, quatschten und mussten nach einer Weile feststellen, dass er keine Zeit hat, uns aufzunehmen. Er versprach zwar, am nächsten Tag einen Schlafplatz für uns zu haben, aber zum Glück bekamen wir da noch ein anderes Angebot, da dieser Typ wirklich komisch war. Er war ganz neu bei Couchsurfing und sagte selbst, er wüsste nicht richtig, wie es funktioniert und wollte sehen, wie dringend wir den Schlafplatz bei ihm benötigten. Diese Nacht verbrachten wir also auf dem Campingplatz. Glücklicherweise haben die meisten isländischen Campingplätze eine Art Aufenthaltsraum, wo man z.B. essen kann. Diese sind beheizt, sodass wir uns meistens aufwärmen konnten, bevor es ins kalte Zelt ging. Ausrüstung haben wir ja nicht wirklich für solche Temperaturen, sind aber trotzdem 'nur' mit einer leichten Erkältung davongekommen. Am nächsten Tag ging es nach einem langen Schlaf in die Botanischen Gärten und anschliessend zu einer anderen Couchsurferin, die uns angeboten hatte, im Garten zu zelten. Katla hatte noch andere Couchsurfer aus Rumänien und wir gingen mit ihnen und ein paar anderen Freunden auf ein kostenloses OpenAir Konzert der Band "Of Monsters and Men", die, laut Aussagen der Isländer, wohl bald sehr groß rauskommen würden. Im Endeffekt bekamen wir sogar doch die Couch :)

of monsters and men



Durchgeplant wie wir sind hatten wir das Glück, schon einen Host für kurz vor unserer Abreise zu finden. Peter aus England war sehr hilfsbereit. Somit konnten wir ein paar unserer Sachen bei ihm abliefern, da wir für ein paar Tage aufbrechen wollten, um Island ein wenig zu erkunden. Für diese Zeit übernachteten wir übrigens im Zelt. An diesem Morgen hatten wir auch mal wieder die Freude, ein paar Leckereien aus einer europäischen Bäckerei zu schnapulieren. Danach ging es nach einem Besuch auf dem Flohmarkt (Marcus kaufte sich Mütze und Schal) los mit dem Bus in Richtung Süden (soweit, wie er fuhr). Wir stiegen in der Nähe einer Schnellstrasse aus und machten uns auf den Weg nach Süden. Mit dem Daumen voran!
After our first days it was time to start traveling, so we headed south again (it feels like that was the direction we traveled most in our whole journey most). Hitchhiking again worked really well and we met a lot of nice people. The last guys on the first day were two russian siblings that took us to some sights (black beaches, Basalt columns, Puffins,…) before all of us checked into this campsite in Vik. We aimed for going as far south as we wanted to first, to only return north, back towards Reykjavik, with the stops on the way. In Vik it was also the only time where we had some hefty rain. Even though we were freezing at night in our thin sleeping bags, we could at least stay in a heated room for eating purposes during the time that we were awake.
a black beach!!
Das Trampen in Island verlief im Übrigen relativ reibungslos. An eher touristischen Stellen war es schwieriger, aber wir waren auf jeden Fall ausnahmsweise nicht die einzigen Hitchhiker und Island scheint im Allgemeinen sehr sicher zu sein, sodass die Leute nicht so ängstlich sind. Die maximale Wartezeit betrug 40min. Meistens wurden wir aber innerhalb von 5 oder 10 Minuten mitgenommen. Wir machten uns auf jeden Fall an diesem Tag auf den Weg nach Vik, ein Örtchen im Süden Islands. Dies sollte unser südlichster Punkt sein und auf dem Rückweg wollten wir dann mehrere Stops machen. Der letzte Ride (2 Russen) nahmen uns mit nach Dyrhólaey, wo man eine unglaubliche Aussicht auch über einen tollen Felsbogen genießen kann (und es sehr windig war), sowie auf den schwarzen Strand bei Reynisfjara und zu dessen Monolithen im Meer (Reynisdrangur).
heaps of wind :)


background: Eyjafjallajökull (responsible for the ash cloud in 2010)



Puffin!







Vik
In Vik übernachteten wir und spazierten am Morgen noch ein wenig durch den Ort (hier konnte auch ich mir endlich eine Mütze kaufen). Leider regnete es nahezu ununterbrochen und wir wurden recht nass. Zum Glück wurde es auf dem Weg zurück nach Norden besser. Wir hielten an einem Wasserfall namens Skógafoss an und machten von dort aus noch eine kleine Wanderung. Anschliessend fuhren noch weiter zu einem sehr schönen Pool (Seljavellir). Man muss ein wenig wandern, um dahin zu kommen, aber es lohnt sich. Wir bauten unser Zelt direkt neben dem Pool auf, welcher durch eine heisse Quelle gespeist und somit angenehm warm war. Wir gingen am Abend und am Morgen schwimmen und konnten somit den grossen Menschenanstürmen entfliehen.

Our first stop on the way north was this scenic waterfall named Skógafoss (see below). We hiked around the area a bit and then made our way to the awesome hidden pool in Seljavellir. It was built in the 20ties and has been abandoned for a long time, so its just publicly accessible for anyone who can do the 20 Minute hike from the dirt road. It is a pool adjacent to two hot springs (and a small cold one) so it has a perfect bathing temperature 24/7. We were able to pitch our tent right next to it, so we went swimming in the evening and in the morning, both times avoiding the big crowds! 




nice and warm :)



Eigentlich wollten wir an diesem Tag eine Fähre auf die Insel Heimaey, die Hauptinsel der Vestmannaeyjar nehmen, wussten aber nicht genau, wann diese fährt. Wir fanden also eine Nummer und riefen an. Wir waren noch weit vom Hafen entfernt und die Fähre legte in 10min ab. Daher mussten wir die 6h bis zur nächsten Fähre angenehm verbringen und hielten am nächsten Wasserfall (Seljalandsfoss), hinter dem man durchlaufen konnte.
Den Rest der Zeit verbrachten wir in einem kleinen Ort mit einer Tankstelle, die bequeme Sofas zum Butzeln hatte. Da wir wussten, dass wir bald wieder zurück nach Reykjavik müssen, beschlossen wir, den Abend und die Nacht auf den Vestmannaeyjar Inseln zu nutzen, um diese zu erkunden.

Our next stop were the Westman Islands, but we just missed the ferry so while waiting for the next one (6 hours later) we saw the beautiful Seljalandsfoss (see above). Because one is supposed to be at the ferry terminal 30 minutes ahead, I used the time to make some money again. Not even two minutes after I started playing, I felt as if I were part of a flash mob, 'cause a large amount of guys were lining up, all just to toss change into my bowl! Felt really great! 



We got to Heimaey, the main island, only in the evening then, but because we knew it wouldn't get dark, we just started hiking at around 10 pm! We saw the little town, some old churches, a big lava field that had destroyed a third of the town in the 70ties, a lava garden, a garbage dump, an excavation site ›Pompeij of the North‹, a golf course and some beautiful coastline. The best part was mounting on of the two towering volcanoes: the Erdfell. Its really rugged rocks without any vegetation can still give an impression of how the Eruption back in the 70ties must have been. Since the sun moved closer to the horizon the temperature started to drop as well and we would have been cold, just when we noticed a warm airflow on top of the Erdfell. When we followed it, we came to smaller and bigger gaps in the rock, where air was escaping in different temperatures. One cleft was even hot enough to still bake bread in it! Really fascinating.





Dunkel wurde es ja sowieso nicht. Somit wanderten wir von 22Uhr bis 2:30Uhr über die Insel, unter anderem zu einem "Lavagarten", der sich auf dem durch einen Vulkanausbruch von 1973 neugebildeten Land befand, und auf den besagten Vulkan Erdfell, auf dem wir uns sogar aufwärmen konnten, da wir ein paar Löcher mit heisser Luft fanden. Verrückt.







The next day we went to the amazing bath they have in Heimaey (to heat up from the night that was really cold) before heading back to the mainland. From there we successfully hitched back to Reykjavik, to spend an evening with our great host Pete and start a new journey the next day. The most touristic tour, that everyone, who only has a day in Iceland, does, is the route from Reykjavik to the Þingvellir National Park, to Geysir, then to Gulgafoss and back, called the Golden Circle. Since there are so many people driving this route, we assumed that we could hitch it in one day. We soon realized that tourists bring their attitude towards picking up hitchhikers from their home countries. That meant that as far as Icelanders would drive, we were quick. But from there we waited quite long and getting a ride between the sights was difficult as well. The Þingvellir is a great sight in two ways: one because it was the meeting point of the first democratic parliament (the Vikings), the other being the place where the american and the eurasian plates diverge and drift apart. The crack between the plates is filled with crystal clear water, where tourist toss shiny coins.


Ausserdem besuchten wir eine Ausgrabungsstätte, die ein paar der 1973 verschütteten Häuser freilegt, "Pompei of the North" - sehr interessant.
Am nächsten Tag gings nach einem Besuch in einem weiteren Bad zurück auf die Hauptinsel, wo wir für Peter kochten und auch selbst das erste Mal nach über einer Woche mal wieder eine warme Mahlzeit hatten. Damit ist jetzt bald Schluss :)
Für den letzten Tag hatten wir uns den sog. Golden Circle vorgenommen, eine Strecke, die von vielen Touristen befahren wird (eher ein Nachteil für uns, hier entstand auch die max. Wartezeit). Der Golden Circle bietet 3 Attraktionen: den Þingvellir National Park (hier wurde das weltweit erste demokratische Parlament von den Wikingern gebildet), Geysir (eine Gegend mit hoher tektonischer Aktivität und dem Namensgeber für alle Geysire) und Gullfoss (ein gigantischer Wasserfall). Hier ein paar Bilder davon:

Þingvellir


Geysir "Strokkur"

Geysir is the place where the geyser is that gave all the other geysers its name. Since people threw stuff into it in the fifties, it only erupts rarely since then. Luckily Geysir is also the place of the most reliable geyser named Stokkur, which erupts every six to eight minutes, perfect for tourism. 
Gulgafoss, a little further up the road, is one massive Waterfall that people compared to the Niagara-falls before. You can see it from the top as well as from the bottom.






Hitchhiking back, we asked the French couple again that had taken us there already, which seemed easier than hoping for other tourists, since there were still no locals around. They took us to the ring road, from where it was fairly easy to get a lift from some Icelanders. A really cute old couple was coming from there summer house, a little further south, and they stopped with us to get ice-cream, which they always do on their way back. It was a little strange to us since we were still quite cold, with only 16ºC. For them on the other hand it was clearly summer - it never gets warmer than this!


Gullfoss
Zurück am Abend in Reykjavik verbrachten wir die meiste Zeit mit Peter. Ausserdem mussten wir feststellen, dass wir ein wenig mehr Geld abgehoben als ausgegeben hatten, sodass wir (von Peter inspiriert) den letzten Abend unserer Reise feierten, indem wir uns ein leckeres Essen in einem vegetarischen Restaurant gönnten.
yum!


hitchhiking for the last time...


For some reason we had withdrawn a little too much, so our couch surfing host Pete recommended to go to a nice vegetarian restaurant to celebrate a journey of such a long time coming to an end, which we did. Nagyon finom, I mean very delicious. The next day, we successfully hitchhiked back to the airport, where we bought 60 granola bars from our last money. 
We believe they had a wrong price tag on them :).


The End.

We would like to thank all our readers! Through your positive feedbacks you made the project worth the effort. We hope we were able to give you an insight into our journey and would love to see you all in person again, in a not too distant future! You are welcome to comment here or on our Facebook-Page again.

Some stats of our journey:
On Friday the thirteenth of July, we returned to Germany. 
In 9½ Months, that is 6816 hours or 284 days we did not spend one single night in a hostel!
The flights we took emitted 10730kg of CO2 for each of us (*ouch*). Since we knew this, we traveled very low-emitting for the rest.
We travelled the entire east coast of Australia, half of the USA (from LA to Dallas, Texas) and the southwest of Iceland by hitchhiking. 
We visited 17 National Parks in Australia, 7 National Parks and 3 State Parks in the US and 1 NP in Iceland. 
We achieved our intention to do a diving course as well as going skydiving. 
We conquered the sea, the air but especially the land :)
We visited rain forests, deserts, mountains, coral reefs, volcanoes, coniferous forest with the world's-largest trees, eucalyptus tree arid areas, a giant sand island, tea growing regions, beaches of all kinds, giant world metropolises and tiny settlements.
When exploring the fauna, we put our focus on wild animals only (no zoos or aquaria) and it was still possible for us to admire a lot of regionally representative inhabitants of the seas, the air and of the land at close quarters.
We have successfully experienced our first multiple-day-hike.
We have met heaps of really friendly folks and also made some friends on the way!
We were able to properly work on our English.
We are bringing back unforgettable memories and great photos.

Here are the maps for all the countries we travelled. Some places you can't calculate by Google Maps, though we even managed to hitchhike there (e.g. Fraser Island). 


http://goo.gl/maps/uTMnk (India)
http://goo.gl/maps/qlzsc (OZ 1)
http://goo.gl/maps/NCkRu (OZ 2)
http://bit.ly/Oh7f1X (OZ in a Nutshell)
http://goo.gl/maps/Zq7k (US 1)
http://goo.gl/maps/vZMPT (US 2)
http://goo.gl/maps/FeaOb (Iceland)




Wir möchten uns bei allen fleißigen Leserinnen und Lesern des Blogs bedanken. Durch eure positiven Feedbacks war es den Aufwand wert. Wir hoffen, euch einen Einblick in unsere Reise gegeben zu haben und freuen uns, bald alle wieder in persona zu treffen. Gern dürft ihr auch hier oder auf unserer Facebook Fanseite nochmal kommentieren.

Ein paar Fakten unserer Reise, auf die wir ein wenig stolz sind:
In 9½ Monaten haben wir keine einzige Nacht in einem Hostel verbracht.
Wir haben die gesamte Ostküste Australiens, die Halbe USA (Strecke von LA nach Texas) und den Südwesten Islands durch Trampen bereist.
Wir haben 17 Nationalparks in Australien, 7 Nationalparks und 3 State Parks in den USA besucht.
Unsere Vorhaben, einen Tauchkurs zu machen und Fallschirm zu springen, konnten wir verwirklichen.
Wir haben somit das Meer, die Luft und vor allem das Land bezwungen :)
Wir haben Regenwälder, Wüsten, Gebirge, Korallenriffe, Vulkane, Nadelwälder mit den größten Bäumen der Welt, Eukalyptusbaumtrockengebiete, eine riesige Sandinsel, Teeanbaugebiete, Strände verschiedenster Art, gigantische Weltmetropolen und winzigste Siedlungen besucht.
Wir haben unseren Fokus beim Erfahren der Tierwelt ausschliesslich auf wilde Tiere (keine Zoos oder Aquarien) gelegt und waren so trotzdem in der Lage viele regionstypische Bewohner der Meere, der Luft und des Landes oft aus nächster Nähe zu bewundern.
Wir haben unsere erste Mehrtageswanderung erfolgreich erlebt.
Wir haben jede Menge richtig nette Leute getroffen und auch einige Freunde gemacht.
Wir haben ordentlich an unserem Englisch arbeiten können.
Wir bringen eine Menge Erinnerungen und schöne Fotos mit zurück.


Hier gibts jetzt die Karten mit den Routen aller Länder durch die wir gereist sind. Manche Orte kann man bei Google Maps gar nicht berechnen und es war uns trotzdem möglich dort zu trampen (z.B. Fraser Island).


http://goo.gl/maps/uTMnk (Indien)
http://goo.gl/maps/qlzsc (OZ 1)
http://goo.gl/maps/NCkRu (OZ 2)
http://bit.ly/Oh7f1X (OZ abgespeckt)
http://goo.gl/maps/Zq7k (US 1)
http://goo.gl/maps/vZMPT (US 2)
http://goo.gl/maps/FeaOb (Island)